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Elide Mittwoch, 13 April 2016

Was unsere Werte bedeuten

Geradezu inflationär wird heute über Werte geredet, mit dem Ergebnis, dass der Begriff selbst geradezu wertlos geworden zu sein scheint. Doch Werte sind wichtig. Obwohl ihre tägliche Umsetzung nicht nur Freude macht, sondern auch anstrengend sein kann.
Was unsere Werte bedeuten
 
 
 
"Wir glauben an eine positive Entwicklung und streben danach, bewusst und aufmerksam zu handeln und beständig das zu bewahren, was uns gegeben worden ist"
Qualität, Authentizität, Einzigartigkeit! Doch was heißt das genau, einzigartig und authentisch zu sein? Was ist das Ziel unserer Casa, an welchen Werten inspirieren wir uns? Über Monate hinweg haben wir überlegt, diskutiert, verworfen. Die Frage schien einfach, war es aber keineswegs, nachdem wir erst mal die Glanzschicht der Banalitäten und Allgemeinplätze abgekratzt hatten, die den Begriff des „Werts“ umhüllen. Also: Wir beherbergen und bewirten Gäste und machen das mit viel Freude und Einsatz, mit Liebe und echter Fürsorge. Wir alle fühlen uns wie eine große Familie, wir respektieren einander, begegnen uns mit Aufrichtigkeit und glauben an die Würde des Menschen. Die Umwelt liegt uns besonders am Herzen; wir bemühen uns, sie mit Respekt und Dankbarkeit zu behandeln. Wir glauben an eine positive Entwicklung und streben danach, bewusst und aufmerksam zu handeln und beständig das zu bewahren, was uns gegeben worden ist. Wir philosophieren gerne! Gedanken, die sich miteinander verflechten, Platz für Zweifel lassen, sich im Laufe der Zeit verfestigen. Dann tauchen natürlich ganz unvermeidbar auch kritische Elemente auf, die sich im Alltag einschleichen. Weil wir Menschen mit manchmal konträren Ideen und Visionen sind, weil die Gäste nicht alle gleich sind (zum Glück), weil sich die Erde nicht immer in der Richtung dreht, in der wir es gerne hätten. Und so ist es gar nicht so einfach, die Werte, an die wir glauben, auch praktisch umzusetzen.
Wir mussten für unsere Werte eine greifbare Form finden, die im Hotelalltag sichtbar wird. Unsere Werte sollten nicht nur philosophisch gut aussehen, sondern für Mitarbeiter, Gäste, Partner und die Umwelt praktizierbar und anwendbar sein. Angefangen haben wir mit ein paar Sitten und Gebräuchen, die typisch geworden sind für uns: die Dekorationen aus frischen Blumen, die gesungenen Geburtstagsständchen, die Costa Family Foundation und die Hilfsprojekte, die Jazz-Musik in der Stüa de Michil, dass wir den Namen jedes einzelnen Gastes benutzen und jedes einzelnen Mitarbeiters, die blitzblank gewachsten Schuhe von Stefan, der perfekt und mit Liebe gehegte Gemüsegarten. Weiter ging es mit unseren echten Geschichten, die wir auf der Webseite veröffentlichen – Michil, der barfuß geht, das Mittagessen der Mitarbeiter zusammen mit der Familie Costa, die Kurse von Donna Letizia und die Kurse von Mitarbeitern für Mitarbeiter, die Ethik der Arbeit, Herrn Costas Witze und Frau Costas stoisches Bewusstsein, das Lächeln von Martina in der Küche, die Zaubertricks von Manuel, die aufrichtigen Blicke zwischen den Menschen. Wieder weiter ging es mit der Gemeinwohl-Ökonomie und der Ethik beim Einkaufen und in den Beziehungen! Erdbeeren, die es bei uns im Winter genauso wenig gibt wie Äpfel im Sommer, weil die Kühlräume für Obst so absurd hohe Mengen an CO2 freisetzen. Dann kamen an die Reihe: der Veg-Day immer freitags, auch weil zur Produktion von einem Kilogramm Fleisch 15.000 Liter Wasser verbraucht werden. Das Elektro-Auto, die Fahrräder, Recyclingpapier sowie Maßnahmen zur Sensibilisierung für einen bewussten und nicht unbewussten Tourismus. Einen Tourismus, der gemeinsam mit dem Ort stattfindet, in dem wir leben, und nicht gegen ihn. Das Bewahren von Altem ist uns wichtig, das Bewusstsein, Teil der Geschichte zu sein und diese zu erzählen. Das absolute Verbot von Flüchen, die Hausordnung, stetige Hilfsbereitschaft gegenüber dem anderen, das Gefühl von Verantwortung für uns selbst und für unser Gegenüber.
Es gibt auch die Widersprüche, die wir jeden Tag leben: Es stimmt, dass wir kein riesiges Spa haben und dass unser Wellnessbereich ein geschlossener Bereich ist und sich nicht in die schöne Natur um uns herum öffnet, wie es eigentlich sollte. Es stimmt, dass wir uns immer mehr in Richtung vegetarische Küche bewegt haben, dann auf diesem Weg zwar nicht umgekehrt sind, aber doch zu den Ursprüngen zurückgegangen, so dass es jetzt zum Beispiel wieder Gänseleber gibt. Es stimmt, dass wir im Team die Probleme, die aus einem nur scheinbar unkomplizierten Management resultieren, demokratisch zu lösen versuchen – und dass es im Team Stimmen gibt, die behaupten, dass sich unsere Entscheidungskraft dadurch erheblich schwächt.
Kurz und gut: Werte sind wichtig, weil sie eine genaue Richtung vorgeben, auch wenn es nicht immer einfach ist, auf Kurs zu bleiben. Doch genau das ist das Schöne daran: Einen Weg zu haben und sich zu bemühen, sich darauf nicht zu verlaufen. Außerdem beschenkt uns unser Beruf mit einer ganz besonderen Gabe: dem Privileg des täglichen Austauschs mit dem anderen. So haben wir im Laufe der Zeit verstanden, dass uns im Bezug auf die Menschen folgende Werte wichtig sind: liebevolle Sorge, der Mensch im Mittelpunkt und verantwortungsvolles Handeln. Und dass: Wir Wohlbefinden bewusst dadurch schaffen, indem wir auf den einzelnen Menschen achten, denn sich um den Nächsten zu kümmern, ist Freude.

Elide Mussner Pizzinini
 
 
 
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