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Themen:     Ereignisse & Festlichkeiten (31)    Haus & LaPerla (81)  
Tags:    Familie Costa     Weihnachten
 
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Francesco Ricci Donnerstag, 18 Dezember 2014

Weihnachtsbrief

Liebes Haus Perla und liebe Familie Costa,
das Schicksal hat gewollt, dass wir uns vor mehr als einem Jahr begegnet sind. Ein Fahrrad, sieh an, und die Dolomiten waren der Vorwand. Die zu schreibenden Worte haben den Rest besorgt. Selten habe ich so entgegenkommende, liebenswerte, intelligente, freundliche, höfliche Menschen kennengelernt. Wie aus anderen Zeiten. Da ich beruflich schreibe und Lesen für mich eine kontinuierliche Inspirationsquelle ist, sammle ich – statt selbst zu schreiben –hier und da Fragmente von anderen, die mir besonders lieb sind und die ich als mit Euch geistesverwandt empfinde. Ein Spiel, eine Studie – es macht mir viel Vergnügen, in den Seiten anderer zu blättern – ein Teil meiner selbst. Und diesen Teil möchte ich dorthin legen, unter einen hypothetischen Baum, der nie gefällt wird, allenfalls gelegentlich beschnitten, damit er schön, gesund und stark wachsen kann. 
Weihnachtsbrief
 
 
 
„Mehr Spiel als Brief: eine Reihe kunterbunt durcheinandergewürfelter Gedanken, hier und da aufgestöbert und einer Familie,einem Haus und allen seinen Bewohnern gewidmet.“


Reist mit dem Rucksack durch die Welt,
ihr breitschultrigen Bärtigen,
hört nicht auf die, die maulen.
Ruht euch auf dem Gras aus, in den Sennhütten,
auf den Decken aus Schaum der Strände,
auf den Wiesen von Umbria-Jazz, auf dem Land,
auf Schlafsäcken und durchgelegenen Klappbetten.
Schickt die Alten zum Teufel, kümmert euch nicht um
die Quacksalber, die Meister des Jammerns,
die Dummköpfe, jene, die Hagel säen.
[Angelo Maria Ripellino, Poesie, Einaudi]

Es gibt keinen Grund, weshalb das Gute nicht das Böse besiegen sollte, sobald die Engel sich endlich gemäß den Mafia-Richtlinien organisieren.
[Kurt Vonnegut, Mann ohne Land, Minimum Fax]

Die - gewöhnlichen oder außergewöhnlichen, wahren oder erfundenen - Geschichten, die ich suchte, sollten mehr als im Gebirge stattfinden, von den Bergen berührt sein. Ihre Hauptpersonen sollten die Erfahrung der Verdünnung, zu der die Berge den Menschen zwingt, erleben: die Verdünnung der Luft, der Töne, der Begegnungen, aber vor allem die Verdünnung der Zeit. Denn das Gebirge zwingt uns in erster Linie, diese grausame Wahrheit zur Kenntnis zu nehmen: die Zeit existiert, sie ist der Mittelpunkt unseres Lebens, aber sie ist nicht nach unserem Ebenbilde geschaffen.
[Davide Longo, Einführung in Racconti di montagna, Einaudi]

Intuitiv verstehe ich: Einerseits ist ein Leben ohne Schönheit wohl nicht wert, gelebt zu werden; andererseits entspringt gerade aus einer entsetzlichen Perversion, dem Missbrauch der Schönheit, eine bestimmte Form des Bösen.
[Francois Cheng, Fünf Meditationen über die Schönheit, C. H. Beck]

Wenn ein Volk wirklich die Empfindung des Schönen besitzt, macht es die Natur schöner; wenn im Gegenteil die große Masse der Menschheit das bleiben sollte, was sie ist, grob, egoistisch und falsch, wird sie die Erde weiterhin mit ihren traurigen Spuren zeichnen. Dann würde der verzweifelte Schrei des Dichters wahr: ‘Wohin fliehen? Die Natur wird hässlich’.
[Elisée Reclus, Geschichte eines Berges, Edition AV]

Man kann sich überall
verlieben
aber wo du geboren bist
noch mehr.
Als sie den Blick hob
und ja sagte,
habe ich sie nicht geküsst
sondern einfach angeschaut.
[Cesare Zavattini, Dove si è nati, in A vrés, Bottazzi]

Willst du wirklich so leben, wie man deiner Meinung nach leben sollte?
[Alexander Langer]

Denke daran, dass die Literatur unser Gedächtnis ist, und das Lesen heißt, mit der Menschheit, die vor uns da war, eine Verbindung herzustellen, mit den Leidenschaften und Emotionen, dem Schmerz, der Freude, der Hoffnung, die die Menschen im Laufe der Zeit empfunden haben, von Homer bis in unsere Tage. Mit dem, was sie geträumt und gewünscht haben, und was sie uns in Büchern, in ihrer Weise und Sprache, überliefert haben. Menschliche Emotionen und Leidenschaften, die uns dabei helfen, Menschen zu bleiben.
[Raffaele La Capria, Esercizi superficiali, Mondadori]

Mit Zuneigung und Dankbarkeit, in der Hoffnung, dass die Welt früher oder später beginnt, sich in die richtige Richtung zu drehen,
Francesco

Francesco Ricci
 
 
 
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