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Michil Mittwoch, 19 Dezember 2012

Tripadvisor. Bewirten wir unsere Gäste – und lassen wir sie ruhig über uns urteilen.

Sommer 1998, Stanford, Kalifornien. Brin und Page sind zwei jungen Studenten ohne Geld, die eine großer Traum vereint: Der Traum, allen Menschen das Wissen der ganzen Welt zugänglich zu machen.
Sie sind Informatikstudenten und Internet-Enthusiasten, und sie wissen, dass sie es geschafft haben werden, wenn sie die gewaltigen Datenmengen, die im Netz verfügbar sind, in etwas Nützliches verwandelt haben. Der Anfang ist nicht leicht, doch die beiden geben nicht auf. Für ihr Projekt brauchen sie jeden Tag einen neuen Computer, weil ihre Maschinen zu langsam und zu alt sind, doch das Geld reicht nicht. Trotzdem verlieren die beiden Freunde nie den Glauben, dass das, was sie tun, das richtige ist. Doch dann ändert sich alles, als Eric Schmidt in das Unternehmen eintritt. Er ist ein guter Manager und er schafft es, die Ideen der beiden Freunde in wirtschaftlichen Erfolg zu verwandeln. Und so gehören die beiden jungen Freidenker heute zu den reichsten Menschen auf dieser Erde.
Ich bin kein großer Informatik-Fan, doch die Geschichte von Larry Page und Sergey Brin, den Gründern von Google, hat mich stark beeindruckt. Google ist heute die am weitesten verbreitete Internet-Suchmaschine der Welt und hat viel von ihrem anfänglichen poetischen Zauber verloren – aber so ist die Welt nun mal. Nolens volens ist das die Logik, mit der wir irgendwie zurecht kommen müssen. Die neue Technologieinstrumente sollen uns helfen, uns weniger einsam auf der Welt zu fühlen – oder jedenfalls wollen sie uns das glauben machen. Die Werbung wird immer mehr auf den einzelnen Konsumenten zugeschnitten, mit Hilfe der Smartphones können wir auf einem Berggipfel Aktien verkaufen und bald wird auch die künstliche Intelligenz für alle zugänglich sein.

Tripadvisor ist für viele von uns noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Es gibt Kollegen, die das System nicht kennen und nicht akzeptieren. Und die glauben, dass das Blockieren dieser Webseite, auf der Restaurants und Hotels bewerten werden können, ein Schutz vor dem Urteil der eigenen Gäste sei. Dabei würde es gar nichts bringen. Müsste Tripadvisor dicht machen, würden noch am nächsten Tag hundert ähnliche Portale aus dem Boden schießen. Denn heute sind Internet-Bewertungen überall an der Tagesordnung. Alles wird rezensiert, von den Rohstofflieferanten über Ärzte bis hin zu Autohändlern. Wir Restauratoren dürfen keine Angst vor negativen Besprechungen haben (uns gegen falschen Rezensionen verteidigen, das dürfen wir allerdings schon!). Denn Rezensionen sind heute ein Teil des Spiels, und das Spiel muss ernstgenommen werden. Der User wird von alleine verstehen, ob ein Aufenthalt in einem bestimmten Hotel oder ein Abendessen in einem bestimmten Restaurant sich für ihn lohnt oder nicht. Was in der Tat noch ein Problem darstellt, ist die Anonymität der Rezensionen. Aber ich bin überzeugt, dass auch dafür bald schon eine Lösung gefunden werden wird. Ansonsten müssen wir uns einfach anpassen, dürfen den Wettbewerb nicht fürchten, müssen ehrlich sein und uns unseren Kunden gegenüber auch aufrichtig präsentieren. Riskieren wir ruhig ein wenig: Nehmen wir unsere Gäste auf und lassen wir sie uns beurteilen. Es leben die Rezensionen! Oder wie Brin und Page sagen würde: Es lebe die Freiheit.
 
 
 
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