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Themen:     Rücksicht & Rechte (16)  
 
Michil Montag, 2 Dezember 2013

So fern, und doch so nah

Sie werden arm geboren. Leben im Elend und sterben wie sie geboren wurden: arm. Sie schenken vielen Kindern das Leben, in der Hoffnung, dass diese sie eines Tages ernähren können. Doch dazu kommt es nicht. Warum? Weil auch sie ein Leben im Elend führen werden. Die Armen sind zur Plackerei verdammt. Endlos ausgenutzt und ohne Aussicht auf ein besseres Leben.
So fern, und doch so nah
 
 
Soziale Härte und tiefgehende Ungleichheit sind die wahren Probleme der Menschheit. In Afrika lebt man in Lehmhütten, in Indien und China schuftet man in Sweat Shops, den Schweiß-Fabriken. In einer seelenlosen Wirtschaft, wo längst die Grundrechte der Menschen vergessen wurden, und sie zu Millionen in Ghettos getrieben werden. Eine Wirtschaft, die ein in sich geschlossenes, Höllensystem geschaffen hat, in dem allein die Regeln der Finanz gelten. Mit einem Ziel: die Reichen noch reicher zu machen.
Dagegen wusste sogar schon Adam Smith, der erste wahre Ökonom, um die Bedeutung sozialer Psychologie. Ihm war klar: Begriffe wie Markt, Gerechtigkeit und Gemeinschaft sind unauflöslich miteinander verbunden, das größte Unrecht, dass die Wirtschaft begehen kann, ist das Gleichgewicht der sozialen Ordnung zu stören.

„Die Menschen fallen nicht mehr auf Lügen herein; es ist unmöglich geworden, zu regieren“, ärgerte sich vor ein paar Jahren ein berühmter afrikanischer Diktator. Weshalb glauben dann immer noch Millionen Menschen an die Lügen der neokapitalistischen Wirtschaft? Wie konnte es soweit kommen? Es gibt viele Antworten dazu, aber auch viele Möglichkeiten, einer besseren Welt unseren Beitrag zu geben.
Auch wir bemühen uns, sogar sehr. 2007 haben wir unsere Familien-Stiftung gegründet. Seit dem haben wir kleinere Projekte im Wert von 10.000 bis 30.000 Euro in Indien und in Afrika unterstützt, aber auch größere Projekte, wie die Erweiterung des Mädchenheims in Dharamsala für 125.000 Euro erfolgreich abgeschlossen. Initiativen, um die wir uns mit Aufmerksamkeit und großer Sorgfalt kümmern, dank der Unterstützung echter Freunde, die zum Beispiel durch Charity-Abende dazu beitragen, den Kreis der Unterstützer der Costa Familie Foundation zu erweitern und immer mehr Menschen mit dieser wunderbaren Welt in Verbindung zu bringen. Eine Welt, die uns oft so unendlich weit entfernt erscheint, als gäbe es sie gar nicht. Dabei ist in dieser Welt alles verbunden. Obwohl sich unser Schicksal weit weg von den verzweifelten Menschen in der südlichen Hemisphäre abspielt, sind wir in Wahrheit dicht beieinander. Mit wenig Geld – wirklich sehr wenig Geld – können wir ihren Kindern Bildung verschaffen und zum Beispiel eine „grüne Schule“ bauen, wir können ihnen Ferkel zur Verfügung stellen, die sie züchten und an weiteren Familien verteilen können. In Togo unterstützen wir Schwester Patrizia, in Moroto Alessandro aus Bergamo, der dort seit zehn Jahren lebt, eine Karimojong-Frau geheiratet hat und gerade zum dritten Mal Vater wird. Gesten, die den Menschen dort Hoffnung geben und uns eine große Genugtuung schenken.

Wir versuchen Begriffe wie Markt, soziale Gerechtigkeit und Gemeinschaft zu verbinden. Wir reisen nicht in ferne Länder, um dort unser Wirtschaftsmodell, unser Lebensstil aufzuzwängen. Wir versuchen dem Alltag dort einen Beitrag zu leisten, ihn zu vereinfachen. Wir bringen zwar unser Wissen mit, aber nur als Ratgeber. Wir arbeiten mit den Menschen vor Ort zusammen, ohne das lokale Gleichgewicht zu stören.
Bis heute hat die Costa Family Foundation für die realisierten Projekte 391.000 Euro an Spendengeldern gesammelt. Alles wurde genau dokumentiert, jede Rechnung überprüft, jeder Ort besucht.
Inzwischen renovieren wir drei weitere Schulen in Karamoja und bauen einen Silo zur Konservierung von Lebensmitteln in Mukono für einen Wert von 63.000 Euro, es fehlen uns noch 40.000 davon. In sechs Monaten wollen wir diese Summe zusammenhaben. Wir wollen es schaffen, wir wollen unseren Projekten Kontinuität geben. Helfen Sie uns dabei!
Schenken Sie sich und Ihren Lieben dieses Jahr zu Weihnachten ein Lächeln. Dazu braucht es gar nicht viel. Ein Lächeln für denjenigen, der liest. Ein Lächeln für denjenigen, der nichts zu lesen hat. Und ein besonders liebevolles Lächeln für denjenigen, der noch nicht lesen gelernt hat. Denn wir von der Costa Family Foundation sind fest davon überzeugt, dass dank unseres Einsatzes diese Kinder eines Tages lesen werden können. Und wenn es soweit sein wird, bekommen wir das Lächeln, das wir ihnen geschenkt haben, hundert- und tausendfach zurück.
Giulan. Danke.

Schenke ein Lächeln!:
www.costafoundation.org


michil costa
 
 
 
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