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Themen:     Ereignisse & Festlichkeiten (16)  
Tags:    Freude     Gedanken     Persönlichkeiten
 
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Elisabeth Clara Sonntag, 12 Mai 2013

„Mutter Courage“ von Bertolt Brecht

Das Drama „Mutter Courage“ von Bertold Brecht gilt als Paradoxie zum herkömmlichen, gesellschaftlichen Bild der Mütter.
 
 
„Doch bleiben wir ewig uneinsichtig wie Mutter Courage? Zwar liebt sie ihre Kinder, doch letztendlich lässt sie sich vom Geld und Geschäft treiben.“
Brechts episches Stück spielt in den Jahren des 30-jährigen Krieges: Anna Fierling, geschäftstüchtige Marketenderin, lebt davon, mit ihrem Wagen den Soldatenheeren hinterher zu ziehen und ihnen ihre Waren feil zu bieten. Der Planwagen ist von 1624 bis 1636 ziehendes Leitmotiv: am Anfang ein gut ausgestatteter Warenwagen, zum Schluss mit zerfetzter Plane und leer. Mutter Courage verdient ihr Geld mit dem Krieg, ernährt damit ihre drei Kinder. Doch gehen die am Widerspruch im Denken und Handeln ihrer Mutter zugrunde. Eilif, der älteste Sohn, wird Soldat und muss seinen Mut mit dem Leben bezahlen. Dem zweiten Sohn Schweitzerkas wird seine Ehrlichkeit im Kriegsgeschehen zum Verhängnis – auch er muss sterben. Und schließlich geht auch die Tochter Kathrin physisch und psychisch am Krieg zugrunde. Die Lebenshaltung der Courage hat letztlich also für alle Familienmitglieder eine tödliche Wirkung. Der Widerspruch zwischen Geschäftsinteressen und menschlichen Gefühlen erscheint unter den Bedingungen jener Gesellschaft unüberbrückbar. Zwar kommt Mutter Courage in manchen Szenen zur Einsicht und erkennt das geschäftliche Wesen des Krieges, trotzdem kann sie ihr Verhalten nicht ändern, selbst dann noch nicht, als sie alle drei Kinder an den Krieg verloren hat. Das zeigt auch Ihr Schlusssatz: „Ich muss wieder in’n Handel kommen!“ Brecht ging es darum, die Zuschauer über Anna Fierlings Blindheit zu empören und sie erkennen zu lassen, dass im Krieg nichts gewonnen, sondern nur verloren werden kann. Dem Autor gelang ein ebenso moralisches wie zeitgenössisches Werk, das aber bis heute Gültigkeit hat. Doch bleiben wir ewig uneinsichtig wie Mutter Courage? Zwar liebt diese ihre Kinder, doch letztendlich lässt sie sich vom Geld und Geschäft treiben. Ein ungewöhnlicher und doch auch berechtigter Denkanstoß anlässlich des Muttertages – aber nicht nur für Mütter, sondern mehr noch für die Gesellschaft als Ganze. Nicht weniger berechtigt, ja sogar mehr als angemessen war, ist und bleibt aber ein „Danke“ an unsere Mütter. In besonderer Weise zum Muttertag.

Elisabeth
 
 
 
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