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Daniel Verdorfer Freitag, 30 August 2013

Etna Rosso, Tropfen aus Lava!

Alles begann am 21. Februar in Corvara, wie immer um 10 Uhr morgens, Computer einschalten und die angefallene Post beantworten.
Viele neue E-Mails und die letzte war mit dem Absender ‚Tenute di Trinoro’ versehen.
‚Andrea Franchetti hat das Vergnügen, Sie zur sechsten Edition der ‚Contrade dell’Etna‘ einzuladen, am 15. April bei Passopisciaro.‘
Etna Rosso, Tropfen aus Lava!
 
 
 
„Wir waren angetan, von der bizarren Landschaft. Das Meer, die hügelige Landschaft, schwarze, vulkanische Erde aus der die bäumchenartigen Weinreben ‚alberelli’ (die traditionelle Bäumchenerziehung) wachsen und der rauchende Schlot des anmutigen Berges Etna.“
‚Wunderbar’, dachte ich. ‚Noch nie auf irgendeinem Vulkan gewesen, Mitte April steht die ganze Flora in der Blüte, und die Weine vom Etna sind großartig.‘ So einer Einladung muss ein Wine-Lover folgen. Es gibt nicht oft eine Gelegenheit, dass man alle Produzenten rund um den Etna auf einer Veranstaltung antrifft.
Am 14. April war es dann soweit, Destination Linguaglossa, Etna. Im Gepäck auch zwei Supernasen aus unserem Hause, mErCh und Manuel. Wer sollte mir sonst beistehen, jene Vielzahl von Weinen zu verkosten?
Wir ließen die verschneiten, winterlichen Dolomiten hinter uns, und am selben Tag begrüßte uns auf der Insel, der Duft von blühenden Orangen.
Wir waren angetan, von der bizarren Landschaft. Das Meer, die hügelige Landschaft, schwarze, vulkanische Erde aus der die bäumchenartigen Weinreben ‚alberelli’ (die traditionelle Bäumchenerziehung) wachsen und der rauchende Schlot des anmutigen Berges Etna.
Nach einem ‚aperitivo’ in der Altstadt von Taormina, ging es schon bald auf unser Quartier und früh ins Bett. Wir waren ja schließlich nicht zum Spaß hier.
Nach einer geruhsamen Nacht, nahmen wir ganz ungewohnt, für diese Jahreszeit, das Frühstück auf der Terrasse zu uns, mit Blick auf den Etna. Nach dem, für uns Bergbewohner, viel zu süßem Morgenschmaus, machten wir uns auf den Weg nach Linguaglossa, zur ‚Contrada Guardiola’. Dieser Weinhof liegt auf knapp tausend Meter über dem Meeresspiegel. Bevor wir uns ans verkosten machten, begingen wir die Weinberge von ‚Tenuta di Passopisciaro’. Grandios, eine Mischung aus Stein, Sand, Lehm, vulkanisch eben und schwarz. Auch fürs Auge, ein Wahnsinnskontrast, schwarz-grün, aus dieser schwarzen Oberfläche, wuchern Gräser, Farne, Sträucher, und eben auch die Rebanlagen, teils Guyot, teils ‚alberelli’.
Zehn Uhr dreißig, es wurde ernst, wir bewaffneten uns mit Weingläsern. Die Verkostung war auf zwei verschiedene Gebäude auf dem Areal verteilt. Im kleineren Saal gab es ‚versante sud’, die Südhänge des Vulkans, hingegen im weit größeren Saal, waren die Winzer von den Nordhängen, unter anderem auch die Gastgeber, Passopisciaro, zu finden.
Unser erster Verkostungs-Flight begann mit den Weinen ‚Etna Bianco’.
Ein Weisswein der vorwiegend aus der Sorte ‚carricante’ und weiteren lokalen Sorten produziert wird. Da das Hauptaugenmerk dem ‚Etna Rosso’ galt, waren wir mit den Weißweinen bald durch. Wenige Winzer produzieren Weißweine oder haben ihre Weißweinanlagen gerodet um sie mit ‚nerello mascalese’ zu bepflanzen.
Nerello, eine rote Rebsorte, die nach Nero d’Avola die am häufigsten angebaute Rebsorte auf Sizilien ist. Diese spätreifenden Trauben wird in der Etna Region sortenrein und im zu sehr hochwertigen tanninreichen und ausgewogenen Rotweinen verarbeitet. Sie erinnern an edle Rotweine aus dem Burgund.
Nach fleißigem schnüffeln, kosten, spucken, war es 14 Uhr und wir waren mit dem halben Verkostungsprogramm durch. Wir entschieden uns einstimmig für Nahrungsaufnahme. Ortswechsel, nach kurzer Autofahrt, vorbei an erstarrten Lavaströmen erreichten wir die ‚Trattoria Quota Alta’. Wir stärkten uns mit einem Starterset von typischen ‚antipasti’, gefolgt von ‚pasta con pistacchio’ und ‚scaloppina al marsala’. Mit neuen Kräften, kehrten wir zurück zur Contrada Guardiola. Wir mussten schließlich unsere Nasen erneut in Weingläser halten und weitere Rebsäfte analysieren, welche noch nicht den Weg in unser Glas gefunden hatten. Im Laufe des Nachmittages verkosteten wir die restlichen Weine, der eine oder andere Produzent ging schon nach Hause, der Lärmpegel wurde ständig höher, gefühlte 100 Dezibel. Gegen 18 Uhr war dann Feierabend.
Fazit: Tolle Location, Wahnsinnslandschaft, eine Großzahl an sehr guten Weinen, eine unvergessliche Reise. Ein Ranking für den Etnaweine gibt es in diesem Blogbeitrag jedoch nicht. Jene Weine, die uns am meisten überzeugt haben, finden sie demnächst auf unserer Weinkarte. In diesem Sinne, sehr zum Wohle!!

Daniel
 
 
 
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