Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
Book now Request
it  .  de  .  en
 
 
 
 
Themen:     Haus & LaPerla (81)    Sport & Gesundheit (29)  
Tags:    Bewegung     Dolomiten
 
Pippo Montag, 6 Juni 2016

Ein Berghführer im Haus

Am liebsten mag ich die Farbe Weiß. Bianco. Wie Monte Bianco. 24mal bin ich auf seinem Gipfel gestanden.
Ein Berghführer im Haus
 
 
 
"In Südtirol Bergführer zu werden ist eine ernsthafte Angelegenheit. Es dauert sechs Jahre und braucht jede Menge Willenskraft. Doch ich lebe so gerne mit den Bergen in all ihren Formen – mit Skiern, Schneeschuhen, Eispickel, Karabiner, Seil und freiem Kopf – dass es mir nie schwer gefallen ist."
Es ist schon komisch, dass mich alle Pippo nennen – ich weiß selber nicht warum! Seit jeher werde ich so gerufen, schon als ich Kind war, also ist es in Ordnung für mich. In die Berge hat mich damals mein Vater gebracht. Wir kommen aus Sterzing und suchten im Pfitscher Tal nach Mineralien. Nach Mineralien sucht man nicht auf Wanderwegen, sondern weit davon entfernt, an den Felswänden. Und während mein Vater zwischen den Steinen nach seinen geliebten Quarzen Ausschau hielt, fing ich an zu klettern. Erst fünf Meter hoch, dann zehn, mein Vater tief unter mir, über die Felsbrocken gebeugt. Ich war ein Kind damals und konnte nicht stillsitzen. So kletterte ich, lernte die vertikale Dimension kennen. Als Jugendlicher, in den Achtziger Jahren, schmiss ich die Bundhosen in die Ecke und zog kurze Hose an. Und kletterte noch ein Stück höher. Immer höher. Hatte dabei das Glück, beim Klettern echter Persönlichkeiten kennenzulernen, die gut waren, stark und mutig, und mir weiterhalfen mit ihrer Art und ihren Ratschlägen. Manolo zum Beispiel. So begann ich im Alter von 18 Jahren mit der Ausbildung zum Bergführer. In Südtirol Bergführer zu werden ist eine ernsthafte Angelegenheit. Es dauert sechs Jahre und braucht jede Menge Willenskraft. Doch ich lebe so gerne mit den Bergen in all ihren Formen – mit Skiern, Schneeschuhen, Eispickel, Karabiner, Seil und freiem Kopf – dass es mir nie schwer gefallen ist. Im Gegenteil. Sonst wäre ich wohl kaum vierundzwanzigmal auf den Mont Blanc gestiegen, hätte nicht alle Kletterrouten in den Dolomiten begangen und eine eigene auf Madagaskar begründet. Für mich ist es eine große Freude, Menschen auf ihren Entdeckungen zu begleiten, Kindern und Jugendlichen eine Dimension des echten Bewusstseins zu vermitteln, so wie es der Fels ist, an den man sich klammert. Und daher habe ich mit großer Freude zugesagt, als mich das La Perla gefragt hat, ob ich bei ihnen mitarbeiten möchte. Außerdem habe ich als Jugendlicher die Hotelschule absolviert und hatte danach das Glück, in so großartigen Häusern wie dem Savoy zu arbeiten – ich kenne mich also aus mit den guten Manieren! Und Sie dürfen nicht denken, dass Bergführer brummige Schweiger und Einzelgänger sind. Nein, es geht darum, über die Dinge zu sprechen, mit Respekt vor den Bergen und aller derer, die dort leben. Und es gibt für jeden etwas: Ob Kinder, die das Klettern ausprobieren möchten oder ein Gast, der auf die Südwand der Marmolada will – in unserem Programm findet jeder das Richtige. Klettersteige, Gletscher, Felswände! Und im Winter Tiefschneefahren, Eisklettern und Schneeschuhlaufen. Gäste – ob groß oder klein – die in den Dolomiten professionelle Begleitung wünschen, können jetzt auf den hauseigenen Bergführer zählen. Und während Sie noch überlegen, welches Abenteuer Sie demnächst angehen wollen, trainiere ich weiter wie immer. Körperlich fit zu sein, ist eine Form des Genusses, nicht nur eherne Pflicht. Als denn, ich erwarte Sie schon bald, um gemeinsam mit Ihnen den Kopf in den Nacken zu legen und von unten nach oben zu gucken, den herrlichen Berg hinauf, der sich vor himmelwärts strebt. Um ihn dann nach alter Sitte zu liebkosen, während wir seinem Atem lauschen und seine Schönheit bewundern.

Pippo
 
 
 
Perlen zum Nachdenken
 
 
 
nach oben
 
 
 
 
 
 
 
 
Teilen Sie Ihren Gedanken mit uns
 
comments powered by Disqus
 
nach oben
 
 
 
 
Geschichten zum lesen...
 
 
michil Samstag, 1 Oktober 2011
Bewegungslos stehen sie da. Gewaltig, ewig.
 
Bewegungslos stehen sie da. Gewaltig, ewig.
Und doch hatten sie einen ...
Weiterlesen
Dolomiten     Natur
 
 
 
michil Montag, 1 August 2011
Maratona dles Dolomites 2011, fatal attraction
 
Ein Giulan, ein Dankeschön an alle, die geradelt sind.
Weiterlesen
 
 
 
Mathias Freitag, 21 September 2012
Murin Après Ski
 
Nach dem langen Tag auf den Pisten trug ich noch den Skianzug. Die Musik war ...
Weiterlesen
Bewegung     Corvara     Freude
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 Anmelden 
Str. Col Alt 105 - I-39033 Corvara (BZ) Alta Badia - Italien      T. +39 0471 83 10 00      
Privacy     Credits     Cookies     Click to pay     MwSt-Nr. 01231580216     Zeppelin Group - Internet Marketing