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Themen:     Sport & Gesundheit (29)  
Tags:    Bewegung     Natur
 
Marco Dienstag, 2 Juni 2015

Die Kunst des Gehens

Nachdem wir uns im ersten Teil mit den Fußsohlen beschäftigt haben, wenden wir uns nun anderen Themen zu. Das Gehen ist eine körperliche Funktion und eine individuelle Eigenschaft des Menschen, weshalb es uns natürlich und spontan gelingt. Leider jedoch sind wir nur allzu gern dazu bereit, uns dabei ausschließlich vom Instinkt führen zu lassen.
Die Kunst des Gehens
 
 
 
„Bereiten Sie zu Hause Muskeln und Gelenke mit entsprechenden Übungen vor. Hier angekommen, passen wir die Haltung und den Schuh an.“
Neulich habe ich einen Satz gelesen, in dem meiner Meinung nach sehr viel Wahrheit steckt: „Unsere Haltung ist Ausdruck unserer Geschichte“ (D. Raggi). Wir sind also schon einmal gewarnt, dass sich in den Bergen die Schwierigkeiten noch verstärken, wenn unsere persönliche Vergangenheit nicht allzu sehr von Erfolg geprägt gewesen ist.
Sämtliche Experten sind sich einig, dass korrektes Gehen eine Abrollbewegung des Fußes auf dem Boden erfordert, die von der Ferse über die gesamte Sohle bis zu den Zehen verläuft, und dort speziell bis zum großen Zeh, der sich ganz zum Schluss vom Boden löst. Beim Gehen sollte der Mensch aufgerichtet sein, zugleich jedoch nicht zu steif ,und den Schwerpunkt zwischen den Füßen haben. 
Leicht gesagt, wenn das Terrain gut ist, die Schuhe biegsam und die körperliche Kondition perfekt. Doch wenn wir in Urlaub fahren, kommen wir meistens direkt aus anstrengenden Monaten, in denen wir wenig Freizeit hatten, dafür aber viele Verpflichtungen und unserem Körper keine besondere Aufmerksamkeit schenken konnten. Oft schleppen wir dann auch noch Übergewicht mit uns herum, empfindliche, wenn nicht gar schon geschädigte Gelenke und eine wenig trainierte Muskulatur. Mein Rat ist daher, diese Situation rechtzeitig vorher zu entschärfen und Muskeln und Gelenke mit passenden Übungen vorzubereiten.
In den Bergen angekommen, kümmern wir uns um unser Schuhwerk. Die furchtlosesten unter uns tragen die besonders festen Modelle, die auf lockerem Terrain und auf Fels die besten Leistungen erbringen. Für „normale Abenteurer“ dagegen reichen feste, aber nachgiebigere Schuhe, die einen höheren Komfort gewährleisten. Sind die Füße versorgt, wenden wir uns den Teleskopstöcken zu – einem zweiten Verbündeten, der uns beim Wandern beste Dienste erweist. 
Die Gesundheits-Kommission des UIAA (des Weltverbands der Alpinisten-Vereine) empfiehlt die Stöcke, weil sie helfen, die Belastung der Gelenke zu reduzieren, Stabilität und Sicherheit zu gewährleisten und die Anstrengung gleichmäßiger zu verteilen. Allerdings sollten wir sie nicht ständig verwenden, sondern nur hin und wieder, damit wir nicht den uns angeborenen Gleichgewichtssinn und unsere natürlichen Reflexe verlieren. Um sie korrekt zu verwenden, dürfen wir sie nicht allzu hoch einstellen, weil wir sonst beim Abstieg die korrekte Körperhaltung verlieren. Denn wichtig ist vor allem beim Abstieg (mit oder ohne Stöcken) eine leicht vorwärtsgebeugte Haltung von Rücken und Knien. Das heißt, wir verhalten uns ein bisschen wie Skifahrer, in dem wir den Schwerpunkt nach vorne verlagern und durch das Federn der Beine die Belastung reduzieren. Diese Haltung beugt Schmerzen und Beschwerden vor, schützt aber auch vor gemeinen Ausrutschern nach hinten auf unbefestigtem Gelände, bei denen man sich Rücken oder Kopf stoßen könnte. Ich rate davon ab, sich an ein seitliches Absteigen zu gewöhnen: Nachdem ich mehrere Stürze miterlebt habe, kann ich bestätigen, dass das seitliche Absteigen sich am wenigsten kontrollieren lässt. 
Was dagegen das Bergaufgehen betrifft, so ist die Sache viel einfacher. Das Geheimnis liegt im Atmen. Wenn wir nur wenig trainiert sind, dann gehen wir am besten mit sehr kurzen Schritten, langsam und rhythmisch, und passen den Atmen an unsere Schritte an. Mit dieser Geh-Art  bleiben wir innerhalb unserer aerobischen Grenzen, das heißt, Herz und Muskeln werden nicht überlastet . Es wird so einer Überanstrengung vorgebeugt, die uns schon vorzeitig zum Anhalten zwingt. Der bewusst rhythmische Atem dagegen versorgt unseren Körper mit Benzin, sprich Sauerstoff, und ist ein wichtiger Schlüssel auf dem Weg zum Gipfelglück. Womit ich Ihnen nur möglichst viele Gipfel-Momente wünschen kann!

Marco Sacchelli
 
 
 
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