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Maria Canins Donnerstag, 11 September 2014

Der Sport, die Anstrengung, die Anstiege ... meine Leidenschaften

Weil ich in einem Gebirgsort lebe, mitten in einer Art natürlichem Sportplatz, ist es für mich ganz normal gewesen, dass ich mich für Sportarten begeistert habe, die Ausdauer und Anstrengung bedeuten. Seit jeher hat mir der Sport einzigartige Erlebnisse beschert und mir ermöglicht, in direktem Kontakt mit der Natur zu stehen. Meine Sportlerkarriere habe ich mit Bergläufen begonnen; ich fand es faszinierend, zwischen den Bergen entlang laufen zu können und die rasche Abfolge unterschiedlicher Landschaften zu beobachten.
Der Sport, die Anstrengung, die Anstiege ... meine Leidenschaften
 
 
 
„Du kannst gewinnen oder du kannst verlieren – das macht den Sport so schön. Ich habe Sport immer mit viel Spaß betrieben.“
Als ich klein war, bin ich alpin skigelaufen. Etwas später begeisterte ich mich dann für den Langlauf – und zwar wegen Bruno, einem Langläufer aus der Sportkompanie der Polizei, der später mein Mann wurde. Durch den Langlauf konnte ich reisen, habe ich anlässlich der Weltmeisterschaften Oslo kennengelernt und Sarajewo anlässlich der Vorolympiade. Ich habe viel gewonnen und erreicht, wie z.B. zehn italienische Meistertitel, zehn Siege bei der Marcialonga, Gold beim Wasalauf und einiges mehr. Doch der Sport, den ich mehr als jeden anderen geliebt habe, ist das Rennradeln.
Es war eher zufällig und voller Neugier, dass ich mich auf die Welt des Fahrrads eingelassen habe: Radeln war für mich einfach nur die sommerliche Trainingsalternative beim Langlauf gewesen. Ich fand diesen Sport irgendwie faszinierend, er hatte etwas Spielerisches: Bis du nicht wirklich im Ziel bist, weißt du nie, ob du gewinnen wirst oder nicht.
Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: 1982 nahm ich an den ersten Straßenradrennen teil und an der WM in England, wo ich Zweite werde. Zu meinen schönsten Erinnerungen gehören die Giros in Colorado und in Norwegen, die Tours de France, die Olympischen Spiele von Los Angeles (1984) und Seoul (1988).
An die fünf Tours de France, an denen ich teilgenommen habe (zweimal wurde ich Erste, dreimal Zweite) haben ich die schönsten Erinnerungen: Nach meiner ersten Tour stand ich auf den Champs Elysees auf dem Treppchen, neben dem großen Hinault. Die Tour war anstrengend, aber über die Maßen schön und interessant; drei Wochen lang musste ich täglich die Koffer packen. In Frankreich fiebert das ganze Land mit; wir Frauen fuhren vor den Profi-Herren, also hatten wir ein riesiges Publikum und alle feuerten uns an. In drei Wochen kannst du alles Mögliche erleben, und selbst wenn du viele Minuten Vorsprung hast, bleibt die Spannung stets total hoch. Im Jahr darauf – es wurde mein zweiter Sieg bei der Tour – war es gleichermaßen spannend und unbeschreiblich erlebnisreich; diesmal stand ich zusammen mit LeMond auf dem Treppchen. Ein anderer großartiger Moment war der Sieg bei den Weltmeisterschaften im Mannschafts-Zeitfahren. Doch der Sport ist auch gnadenlos, so dass wir, als wir den Erfolg im Jahr darauf wiederholen wollten, am Schluss an 20 Hundertstelsekunden scheiterten. Ich habe wirklich viel erlebt und empfinde das als eine tiefe innere Bereicherung.
Der Sport ist eine Lebenserfahrung, durch habe ich so viele Menschen kennengelernt, Personen, die mir viel Zuneigung und Unterstützung geschenkt haben.
Nach dem Rennrad habe ich meine Begeisterung für das Montainbike entdeckt. Die Rennen dort sind „technischer“ und auch sonst anders als die mit dem Straßenrad. Doch auch das Mountainbike hat mir viele Glücksmomente und Erfolg geschenkt; ich habe mehrere Rennen und zweimal die Weltmeisterschaften gewonnen.
In den Dolomiten trainieren zu können, war für mich immer eine große Inspiration und keine Strafe; ich beobachtete gerne, wie sich die Landschaften im Wechsel der Jahreszeiten veränderten. Ich bin ziemlich oft immer dieselben Anstiege hochgestrampelt, doch das hat mir die Möglichkeit gegeben, ihre Schönheit noch mehr zu schätzen. Die Anstiege, bei denen immer alle im Stehen treten müssen, waren meine große Stärke – und ich mag sie bis heute ganz besonders gern.
Heute fahre ich immer noch gerne und versuche dabei, die Leute dafür zu begeistern, unsere Berge und unser Land kennenzulernen. Ich versuchen, ihnen die Schönheit des Sports und die Leidenschaft dafür nahezubringen. Schon lange schaue ich beim Biken nicht mehr auf die Uhr... es ist einfach meine beste Medizin fürs tägliche Wohlbefinden.

Maria Canins
 
 
 
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