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Michil Sonntag, 1 Juni 2014

Der Auerhahn, das Pareto-Prinzip und die Perfektion

Dass nichts wirklich perfekt ist, ist eine ziemlich nichtssagende Behauptung. Natürlich hängt es davon ab, was man unter Perfektion versteht.
Der Auerhahn, das Pareto-Prinzip und die Perfektion
 
 
 
Doch unabhängig von Prozenten und mathematischen Rechenspielen glaube ich, dass das Pareto-Prinzip uns dabei helfen kann, die wichtigen von den weniger wichtigen Dingen zu trennen.
Aber wenn wir jetzt einmal das rationale Denken hinter uns lassen, das ja so ungemein vorhersehbar und banal sein kann, und wenn wir dafür die Welt der unverständlichen Kräfte betreten, dann verstehen wir, dass die Balz und der Balzgesang des Auerhahns in dieser Jahreszeit absolut perfekt sind und irgendwo zwischen sublim und heilig liegen. Und ist denn nicht schon ein Ode an die Liebe für sich perfekt? Und zeigt sich Perfektion nicht auch, wenn sich die Dolomiten rosa färben? Und wenn die Felsnadeln zerbröckeln? Es war Perfektion, als die Dolomiten entstanden, und Perfektion wird es sein, wenn es sie eines Tages nicht mehr geben wird. Denn Perfektion ist der Natur zu eigen, die alles erfunden hat, und so sehr wir uns auch bemühen, der Natur nachzueifern, so wird unser Werk doch nicht Perfektion sein. Oft ist es vielmehr das genaue Gegenteil – Zerstörung. Und doch: Wie sehr strengen wir uns immer wieder an – vergeblich, möchte ich sagen – um die Perfektion zu erreichen? Hier kann uns das Paretoprinzip helfen. Vilfredo Pareto war ein großer italienischer Ökonom. Seine empirische 80/20 Regel besagt, dass 80% der Ergebnisse eines Projekts in 20% der Gesamtzeit erreicht werden. Dieses Prinzip ist für viele Fragen bedeutsam. So befinden sich 80% des Reichtums dieser Welt im Besitz von 20% ihrer Bevölkerung, und wir können dankbar sein, dass wir zu den Superglückspilzen in dieser Welt zählen. 80% des Erlöses aus Zügen und Flugzeugen stammt von 20% der Strecken, die keine Verluste machen, und es sieht sogar so aus, als würden 80% des Gewinns eines Unternehmens von 20% seiner Mitarbeiter erzielt. Wenn entsprechend Pareto nur wenige Ursachen (20%) die meisten Probleme schaffen (80%), dann müssen wir uns unbedingt darum kümmern, die besten Dinge mit dem geringsten, wenn man so sagen will, Aufwand zu schaffen.
Doch unabhängig von Prozenten und mathematischen Rechenspielen glaube ich, dass das Pareto-Prinzip uns dabei helfen kann, die wichtigen von den weniger wichtigen Dingen zu trennen.
In unserem Job reicht die maximale Hinwendung an den Gast nicht aus, damit sich der Gast nicht nur zufriedengestellt fühlt, sondern glücklich darüber ist, bei uns seine Ferien zu verbringen. Um unseren Gästen einen harmonischen Aufenthalt zu bereiten, haben wir uns nie auf strenges mathematisches Kalkül oder auf Statistiken verlassen. Uns ist bewusst, dass man für unseren wunderbaren Beruf Enthusiasmus braucht, und zwar hundertprozentigen; wir sind davon überzeugt, dass wir uns für die richtigen Maßnahmen entschieden haben, weil wir fest daran glauben, dass in einem Hotel natürlich wirtschaftlich kalkuliert werden muss, dass aber der Unternehmensgewinn nur einer von vielen wichtigen Aspekten in unserem Haus ist. Wir sind sicher, dass es dem Gast noch besser gefallen wird, wenn wir in völliger Transparenz arbeiten, wenn wir uns noch stärker unserer Familien-Stiftung widmen, wenn auch die ökologischen Aspekte von allen ganz und gar gelebt werden, wenn wir unser Mitarbeiter noch mehr in alles einbeziehen können. Ja, denn zu unseren Zielen zählt auch das absolute Wohlbefinden aller unser Mitarbeiter, sprich der großen, großen Familie im Haus. Wenn das Lächeln von Goran, der in der Küche hilft, jeden unserer Gäste erreicht, dann dürfen wir ganz und gar zufrieden sein. Es ist eine Frage der Energie, die gut sein muss und sauber, die alle berührt und mit einbezieht. Erst wenn der Kellner den Teller mit einem echten und nicht gestellten, erzwungenen Lächeln serviert, dann wird der Gast bei uns im Haus wirklich zufrieden sein. Denn solch ein Lächeln ist in gewisser Hinsicht das Synonym für Perfektion. So wie Balz und Balzgesang des Auerhahns. Wie seine Ode an die Liebe. Das sind die wenigen wirklich wichtigen Dingen, um die es uns geht. Absolut glücklich ist der Gast erst, wenn sich nicht alles direkt und exklusiv immer nur um ihn dreht. Glück ist, wenn wir gemeinsam Dinge genießen können, wenn wir die Zeit finden, all das große Wunder in uns und um uns herum mit vollem Bewusstsein zu genießen.

michil costa
 
 
 
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