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michil Montag, 1 August 2016

Das Hotel – was für ein Auftritt!!

Früher einmal waren Hotel Kathedralen der Gemeinschaftlichkeit. Tempel, in denen sich Menschen wirklich begegneten. Begegnungsstätten, in denen gesprochen, zugehört und diskutiert wurde. Orte, an denen man Neues kennenlernte, weil man neue Menschen kennenlernte.
Das Hotel – was für ein Auftritt!!
 
 
 
"Seit jeher sind wir davon überzeugt – und bleiben das auch – dass unsere Ciasa ein Ort der Begegnung sein soll, in dem jener Geist der Gastfreundschaft gepflegt wird, der uns von anderen Häusern unterscheidet."
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wuchs in der Schweiz ein junger Mann auf, ein Bauernsohn ohne viel Geld, aber mit dem großen Ehrgeiz, es bis dorthin zu schaffen, wohin es seine Vorfahren nicht geschafft hatten. Der junge Mann hatte die brillante Idee, Egalitarismus durch Luxus zu ersetzen, das Gastgebertum in einen echten Beruf zu verwandeln und damit das Berufsbild des Hotelunternehmers ganz nach seinem Vorbild zu schaffen. Er revolutionierte die Idee des Hotels, das unter seinen Händen zu einem exklusiven Ort für exklusive Gäste wurde, die wie Könige zu behandeln waren. Mit dieser Vision im Kopf schuf er Herbergen, die in der Lage waren, Aristokraten, reiche Menschen und Großbürger standesgemäß zu bewirten – die Kategorie an Bürgern also, die damals zu Geschäfts- oder Vergnügungszwecken häufig reiste. Cesar Ritz erfand Gästezimmer mit Privatbad und die tägliche Zimmerreinigung und schuf gut belüftete Räumlichkeiten mit elektrischem Licht. Und er nahm dem Hotel den Geist der Gemeinschaftlichkeit – indem er im Speisesaal die Tische voneinander trennte. Von diesem Moment an wurden in den Hotels tiefe, echte, menschliche Begegnungen zu einer Seltenheit.
Es war der Lauf der Welt. Hervorragend für die einen, richtig schlecht für die anderen. Es waren die Jahre der Belle Époque, gezeichnet durch große Fortschritte in Technik und Wissenschaft. Die Zeit jagte im Sauseschritt dahin. Das Cabaret wurde erfunden, der Impressionismus kam auf, die neuen Künste, die Werbung. Der kreative Nährboden sorgte für Euphorie und Oberflächlichkeit gleichzeitig. Der offensichtliche Wohlstand ließ so einige an die eigene Überlegenheit glauben, was wiederum zu jenen Perversitäten fühlte, die in eine schnelle Änderung der Dinge mündeten. Dem Überfluss an Energie folgte die Urkatastrophe, und alles änderte sich, auch die Idee der Gastfreundschaft. Seither haben wir uns nie mehr richtig erholt von jener radikalen Umkehr, die Monsieur Ritz, König der Hoteliers, initiiert hatte.
Im Jahr 2012 waren weltweit eine Milliarden Touristen unterwegs; ihre Wege haben sich rasch und wortlos gekreuzt. Natürlich gibt es auch heute noch echte Reisende, auch wenn nur noch wenige unentdeckte Flecken dieser Erde auf Besucher warten und das Reisen in seiner Form als Beziehung nur noch selten vorkommt. Und doch glauben wir vom La Perla – und wir glauben es mehr denn je zuvor – das unsere Ciasa ein Ort der Begegnung sein soll, in dem jener Geist der Gastfreundschaft gepflegt wird, der uns von anderen Häusern unterscheidet. Ein Ort, in dem ein echter Dialog zwischen Gast und Gastgeber entstehen kann – auch aus diesem Grund haben wir in unseren Stües wieder die Halbpension eingeführt. Ein Dialog zwischen uns und Ihnen, zwischen Ihnen, den Gästen, und uns, die wir hier arbeiten und die wir mit Ihnen Dinge teilen möchten, die uns am Herzen liegen. Mariagrazia zum Beispiel, Saaltochter im Berghotel Ladinia, spricht über arabische Kultur und Sprache. Biancamaria, die für das SPA verantwortlich ist, führt im Rahmen einer entspannten, aber doch akzentuierten Wanderung zu den Wasserfällen. Meine Wenigkeit wird über den Ersten Weltkrieg sprechen und dazu einen Soundtrack mit Antikriegs-Liedern laufen lassen – all das ist für uns Kultur der Gastlichkeit. Aus diesem Grund haben wir spezielle Anlässe geschaffen, die wir gemeinsam mit Ihnen erleben und begehen möchten. Nein, keine Sorge, wir werden kein Ferienclub mit Animation! Wir möchten nur auf ein paar besondere Anlässe hinweisen, die wir gerne mit Ihnen zusammen erleben möchten. Am 17. Juli z.B. haben wir des ladinischen Protests von 1946 gegen die ungerechte Dreiteilung des ladinischen Gebiets gedacht. Und am 5. August wird sich anlässlich der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele viel in der Casa um den Sport drehen. Am Feiertag Santa Maria dai Ciüf („der Blumen“ auf Deutsch, werden die Frauen im Haus Blumenkränze im Haar tragen und die Männer eine schöne Blumennadel an der Brust. Am 15. August (dem Feiertag „Ferragosto“) ist es bei uns im Tal Sitte, Blumenkörbe in die Kirche zu bringen und damit um eine gute Ernte zu bitten. Dazu möchten wir gerne auch Mitarbeiter und Gäste gewinnen - ohne dabei jedoch die Angelegenheit, die sicher nicht für alle furchtbar wichtig ist, allzusehr in den Vordergrund zu rücken. Denn im Zentrum all unseres Handelns stehen unsere Werte: Liebevolle Sorge. Verantwortungsvolles Handeln. Und im Mittelpunkt: der Mensch. Und dazu unsere Mission: Wir schaffen Wohlbefinden bewusst dadurch, dass wir auf den einzelnen Menschen achten. Denn es ist schön, sich um den Nächsten zu kümmern.
Genau diese Einstellung sollte mich dazu bringen zu sagen: „Komm, erzähl’ mir was von dir.“ Gerne hätte ich Monsieur Ritz einmal gefragt, was er von unserer Idee hält. Doch noch viel mehr interessiert mich, was unsere Gäste davon halten. Ich freue mich auf jeden Kommentar! Denn für uns steht, wie gesagt, der einzelne Mensch im Mittelpunkt.

Michil
 
 
 
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