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Themen:     Ereignisse & Festlichkeiten (14)  
Tags:    Gedanken     Schönheit
 
Alexandra Samstag, 8 März 2014

Ausbildung ist gefährlich

Jedes Jahr dasselbe: am 8. März werden plötzlich Tausende von Blumen zum Internationalen Tag der Frau verkauft. Diese Blumen müssten allerdings mehr als nur gute Umsätze für den Handel und eine geniale Marketingidee bedeuten. Sie müssten an diesem Tag vielmehr die Frauen ehren und ihre Bedeutung unterstreichen.
Ausbildung ist gefährlich
 
 
 
„Von den Augen der Frauen diese Lehre leite ich ab: Sie funkeln noch das rechte Promethean Feuer; sie sind die Bücher, die Künste, die Hochschulen, die die ganze Welt zeigen, enthalten und ernähren.“
-William Shakespeare- 
Jedes Jahr verschwinden mindestens zwei Millionen Mädchen aus unbekannten Gründen, jede Minute stirbt eine Frau an Müttersterblichkeit und Schätzungen zufolge werden heutzutage immer noch drei Millionen Frauen weltweit zur Prostitution gezwungen. Rund ein Drittel aller Frauen weltweit sind Opfer häuslicher Gewalt. Wie kann es sein, dass Frauen zwischen 15 und 44 Jahren viel eher an häuslicher Gewalt als an Krebs, Malaria, bei Verkehrsunfällen oder im Krieg sterben?
In welcher Gesellschaft leben wir, wenn im Jahr 2014 noch immer rund 5000 Frauen wegen der Familienehre umgebracht werden? Wegen wessen Ehre frage ich mich?! Der Moralität des Ehemanns wegen? Der Würde des Mannes wegen? Diese Morde werden Ehrenmorde genannt; schon allein die Tatsache, dass es für diese Art von Gewaltverbrechen einen eigenen Namen gibt, müsste bei uns schon alle Alarmglocken läuten lassen. 
In der Vergangenheit kämpften Frauen für gleiche Rechte. Durch ihren Kampf wollten sie zeigen, dass auch Frauen ihren Wert haben, dass auch sie eigenständig denken und wichtige Ziele erreichen können.
Denken wir nur an die Frauen in Afghanistan, die sich dank eines Mikrokredits von ISP (auch die Costa Family Foundation arbeitet mit “Insieme Si Può” an wichtigen Projekten) eine Ziege kaufen und so eine ganze Familie ernähren können. Oder an jene Mädchen, die zur Schule gehen wollen und trotz Todesdrohungen und vieler Attentate für ihr Recht auf Bildung kämpfen. Ja, es gibt sie immer noch diese Länder, in denen Frauen keinen Zugang zur Bildung oder nicht dieselben Ausbildungsmöglichkeiten wie Männer haben. Denn man weiß ja: “Bildung ist gefährlich. Jeder Gebildete ist ein künftiger Feind”, wie schon NS-Funktionär Hermann Göring sagte.
Diese Probleme werden in unserer Gesellschaft meist übersehen, denn sie sind weit weg, sie gehen uns nichts an, denken wir. Aber sie betreffen auch uns. Und wie! Wir müssen gar nicht weit schauen, um mutige Frauen zu finden, die tagtäglich für das Leben ihrer Kinder kämpfen. Erinnern wir uns nur an unsere Großmütter: sie brachten zehn Kinder auf die Welt, haben sich aber nie beschwert und durften dies auch nicht. Sie taten alles, um uns und unseren Eltern ein gutes Leben bieten zu können und haben alles gegeben, was sie geben konnten, auch wenn es früher vielleicht „nur“ Mutterliebe war. Aber die Mutterliebe ist keinesfalls zu unterschätzen. Sie ist das Wichtigste auf der Welt, denn Mutterliebe ist es, die uns zu dem macht, was wir sind. Mutterliebe ist wie ein Paar Flügel zum Fliegen und sie ist die rettende Hand, die uns wieder aufhilft, wenn wir am Boden liegen.  
Nutzen wir daher am heutigen Tag der Frau die Gelegenheit, uns bei den wichtigen Frauen in unserem Leben zu bedanken, bei Frauen, die es uns ermöglichten, unser Leben so zu leben, wie wir es heute gewohnt sind. Und lasst uns gleichzeitig auch schon jenen Frauen danken, die unser Leben sogar noch verbessern werden! Danke Großmütter, danke Mütter, danke Schwestern, danke Töchter; kämpft weiter, jeden Tag, träumt und hofft, denn zusammen können wir Vieles und Großes erreichen.

Alexandra Mussner
 
 
 
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