Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
Book now Request
it  .  de  .  en
 
 
 
 
Tags:    Architektur     Freude
 
Fabian Montag, 20 März 2017

Büros ohne Papier

Es sind nicht einfach nur neue Büros. Es sind neue Räume, in denen wir arbeiten, denken, uns austauschen und die Casa fortentwickeln
Büros ohne Papier
 
 
 
Doch unsere Büros sind wichtig. Damit die Casa funktioniert, braucht es Menschen, und diese Menschen müssen einen richtigen Platz haben, an dem sie ihre Arbeit tun können. Tag für Tag.
Der Gang ist weiß gestrichen. Auch das Licht ist hell. An den Wänden hängen Fotos von Reisen zu den Einrichtungen in Afrika oder Indien, für welche die Costa Family Foundation aktiv ist. Dazwischen ein paar Schriftzüge, von Hand gemalt, in überraschender roter Handschrift. Dann wieder die Bilder der Künstler, die bei uns in der Casa ausstellen und die wir so gehängt haben, dass sie gut zu sehen sind. Sie begleiten uns in unsere Büros. Jedes Mal, wenn ich die Glastür zu meinem Zimmer öffne, wird mir die Stille bewusst. Stille wird von uns erwartet in diesen Räumen, die einfach nur „Büros“ zu nennen ihnen nicht gerecht würde. Ich persönlich mag die Stille. Vielleicht, weil ich von Haus aus ein eher schweigsamer Typ bin, der nicht gerne redet. Es ist, als ob die Stille einen einhüllte wie in einen schützenden Umhang, in dem man dann dem Tag und seinen Aufgaben entgegentreten kann. Mein Tag beginnt immer mit Gedanken, die in alle möglichen Richtungen lossprinten. Ich höre die Schritte der Kollegen, die hier mit mir arbeiten und erkenne sie sofort: den schnellen Laufschritt von Merch, den leichten Gang von Petra, den selbstbewusst auftretenden von Pio, die langen Samtschritte von Lisa und die Bergsteigerschritte von Andy, meinem Zimmerkollegen. Es ist schön zu wissen, dass gleich hinter diesen Büros, die wir vor etwas mehr als einem Jahr bezogen haben, mein Bruder in der Küche steht. Nicola ist der Chef hier. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir unter demselben Dach arbeiten, auch wenn wir längst erwachsen sind und unsere eigenen Wege gehen. Am Ende des Gangs liegt dann der Konferenzraum mit dem schönen Tisch, darauf ein Tablett mit Gläsern und Wasserkaraffe. Doch unsere Büros sind wichtig. Damit die Casa funktioniert, braucht es Menschen, und diese Menschen müssen einen richtigen Platz haben, an dem sie ihre Arbeit tun können. Tag für Tag. Drumherum nichts als Fenster. Prächtiger Blick auf den Sassongher, schöne Holzstühle. Manchmal ist der Konferenzraum besetzt, weil Gäste darin arbeiten oder Unternehmen ihn gebucht haben, die hier bei uns Pflicht und Vergnügen miteinander verbinden. Der Raum ist also nicht allein für uns da, und das gefällt mir. So fühle ich mich weniger isoliert. Leider sehe ich von meinem Zimmer aus vor allem Autos, den Parkplatz, Beton. Aber so ist es nun einmal, wir leben ja auch von den Autos, und irgendwo müssen wir sie eben hinstellen. Manchmal hebe ich den Blick, schaue zum Fenster hinaus und beobachte die gelben Kabinen der Seilbahn, die zum Col Alto hoch und wieder runter gleiten. Von meinem Platz aus sieht die Welt aus wie ein Spielzeugmodell, und die Skifahrer wie winzige Wesen, die sich ameisengleich darin bewegen. Doch unsere Büros sind wichtig. Damit die Casa funktioniert, braucht es Menschen, und diese Menschen müssen einen richtigen Platz haben, an dem sie ihre Arbeit tun können. Tag für Tag. Außer dem Gebot der Stille haben wir hier noch ein anderes Gesetz: keine Papierverschwendung. Wir sind paperless, papierlos. In dem Sinne, dass wir so wenig wie möglich mit Papier arbeiten. Wenn wir tatsächlich Papier benutzen, dann müssen diese Blätter am Ende eines Arbeitstags vom Schreibtisch verschwunden sein und dürfen nicht herumliegen. Zum Glück bin ich ohnehin ein ordentlicher Typ, es fällt mir also nicht schwer. Ich kann mir aber vorstellen, wie anstrengend es für jemanden ist, der sich den ganzen Tag mit Papierkram herumschlagen muss, mit Ordnern, Tabellen, Zahlen und Rechnungen. Wenn wir in unseren Büros Besuch bekommen, sind die Leute immer völlig fassungslos, wenn sie sehen, dass auf unseren Schreibtischen kein einziges Blatt Papier liegt. Und fragen sich wohl, wie um Himmels willen wir hier eigentlich arbeiten! Wahrscheinlich halten sie uns für Marsmenschen! Zugegeben: Wenn in unseren stillen Büros hin und wieder jemand auflacht, dann freue ich mich. Schweigen tut gut, aber zum Leben gehört auch der Spaß, stimmt’s? Ich glaube, dass unsere neuen Büros den Menschen ermöglichen, neu zu denken. Denn wenn man sich in einem gut durchdachten, klaren Ambiente aufhält, ist es logisch, dass die Gedanken zu sprießen beginnen wie Krokusse auf einer Frühlingswinde. Und diese Gedanken erweitern unseren Horizont, hier in der Casa und auch sonst. In unseren Büros herrscht Leben, weil wir Mitarbeiter keine Nummern sind, sondern echte Menschen aus Fleisch und Blut. Wenn ich dann an die vielen arbeitslosen jungen Menschen denke, oder daran, wie die Rechte der Arbeitnehmer immer stärker beschnitten werden, wenn ich an diejenigen Menschen denke, die überhaupt keine Arbeit haben oder die auswandern müssen, nicht nur um einen Job zu finden, sondern um überhaupt überleben zu können, dann wird mir ganz anders. Ich sehe aus dem Fenster. Die Liftkabinen gleiten auf und ab. Wie viele Widersprüche diese Welt doch in sich birgt... Dann klingelt das Telefon. Ich nehme den Hörer ab. „Hotel La Perla, Guten Tag, mein Name ist Fabian. Was kann ich für Sie tun?“

Fabian
 
 
 
Perlen zum Nachdenken
 
 
 
nach oben
 
 
 
 
 
 
 
 
Teilen Sie Ihren Gedanken mit uns
 
comments powered by Disqus
 
nach oben
 
 
 
 
Geschichten zum lesen...
 
 
Stefan Donnerstag, 21 Juli 2016
Tera y vënt in einem Flacon
 
Auch unsere Pflegelinie stammt aus der Region.
Weiterlesen
 
 
FR
 
Francesco Ricci Mittwoch, 6 Juli 2016
Warum einen Massage mehr ist als nur einen Massage
 
Im Spa La Perla schenken sensible Hände Glücksmomente der Leichtigkeit
Weiterlesen
 
 
 
Nicola Dienstag, 19 Mai 2015
Hotel La Perla, mein neues Heim
 
Es sind einige Monate vergangen und ich fühle mich, als wäre ich hier schon ...
Weiterlesen
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 Anmelden 
Str. Col Alt 105 - I-39033 Corvara (BZ) Alta Badia - Italien      T. +39 0471 83 10 00      
Privacy     Credits     Cookies     Click to pay     MwSt-Nr. 01231580216     Zeppelin Group - Internet Marketing